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Vor  6 Jahren kam Lar(a) todtraurig von einem Besuch bei ihrer Klassenkameradin zurück. Auf meine Frage, ob der Nachmittag denn nicht schön gewesen sei, sagte sie : " doch, sehr schön , aber .... Lisa hat so einen tollen Labrador ... ich hätte furchtbar gern auch einen Hund ".

Oje, irgendwie rutschte mir das Herz gerade gewaltig in die Hose ! Was sollen wir denn mit einem Haustier - noch dazu, wo ich fürchterliche Angst vor Hunden habe und jedes freilaufende Fellknäuel als potentiellen Attentäter auf meinen Allerwertesten ansehe ?

Alle meine logischen Argumente wollten jedoch so gar nicht bei ihr fruchten - jedes widerlegte sie mit handfesten Gegenargumenten. Was macht man also als kluge Mutter ? Man bietet seinem Kind einen scheinbaren Kompromiss an, indem man sagt: " Gut, dann besorg Dir erst mal Literatur über Hunde, und wenn Du die durch hast und genau weißt, wieviel Arbeit so ein Tier macht, reden wir weiter ! "  Ha, ich glaubte ganz fest, daß meine Tochter bald schon von anderen Projekten in Anspruch genommen würde und sich das Thema " eigener Hund " ratzfatz erledigt hätte.

ABER, meilenweit mit meiner Einschätzung daneben gelegen ! Schon einen Tag später kam Lar(a) mit einem ganzen Stapel Hundebücher aus der Bibliothek nach Hause, schleppte ihre Beute in ihr Zimmer und tat von nun an nichts anderes mehr als zu lesen und mir bei jeder Gelegenheit ihren gewonnenen Erkenntnisstand mitzuteilen.

Irgendwann ertappte ich mich dabei, selbst meine Nase in ihre Bücher zu stecken, fasziniert die verschieden Rassebeschreibungen zu verschlingen und im Internet zu recherchieren. Der Virus " Hund " hatte mich unerwartet voll erwischt. Plötzlich konnte ich mir vorstellen, wie es wäre, so ein Lebewesen an unser Seite zu haben und ich erinnerte mich daran, daß ich als kleine Göre jeden herumstreunenden Hund mit nach Hause geschleppt und meine Mutter angebettelt hatte, ihn doch ja behalten zu dürfen.

Ich warf alle Bedenken über Bord und machte Lar(a) die überaus freudige Mitteilung :  "  wir schaffen uns einen Vierbeiner an  " !  Den Luftsprung werde ich mein Lebtag nicht vergessen !

Tja, aber was für ein Hund soll es denn werden ? Nicht zu groß, aber auch nicht zu klein , am besten einer mit kurzem Haar wegen der Fellpflege, kinderlieb natürlich und kein Kläffer - ganz wichtig ! 

Soweit so gut .... leider lief uns prompt das Frauchen von Labrador Balou, dem Auslöser von LAR(a)` s  Hundewunsch, über den Weg und erzählte, daß es in ihrer Nachbarschaft einen Wurf Golden Retriever Welpen gäbe - guckt da doch einfach mal schnell vorbei !

Welpen einfach nur so mal anschauen , klappt nie und nimmer - auch bei uns nicht. Schon der erste Blick auf die letzten 6 knuffeligen,dicken,tappsigen Gestalten hat uns jeden Gedanken an einen anderen Hund vergessen lassen. Schnell war klar, daß der kleine Braune, der so ruhig zwischen seinen wuseligen Geschwistern saß, unser Favorit war. Nach 1/2 Woche zog Barrique bei uns ein .... und hat unser Leben komplett umgekrempelt.


       

Wenn ich mir nach inzwischen fast 6 Jahren unseren Barrique anschaue, wie er seine Hundeträume träumt und dabei mit den Pfoten zuckt und die komischsten Geräusche von sich gibt , habe ich nur den einen Gedanken :


            


                                                                                                Eure i(RIS)